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Die Belohnung (Kapitel 1; Harry Potter und die Phönixe)

Es war dunkel und der Junge mit den blonden Haaren spürte Wasser von der Höhlendecke auf seinen Kopf prasseln, während er dem Lichtschein folgte, der ihn den Weg wies, getragen von einem hageren, fetthaarigen Mann im schwarzen Umhang.

„Professor Snape…“ Gereizt wandte sich Snape ihn zu und zischte angewidert: „Nenn mich nicht mehr Professor, Malfoy, das bin ich nicht mehr. Es war nur eine Fassade, die nun nicht mehr existiert.“

Ohne eine weiteres Wort zu sagen oder auf Draco Malfoys Ansprechen zu reagieren, hastete Severus Snape weiter den Höhlengang entlang.

Eingeschüchtert durch seine Gereiztheit stolperte Malfoy ihm stumm hinterher. Furchtbares spielte sich in seinem Kopf ab: Er hatte versagt und nun war alles vorbei. Der Dunkle Lord würde ihn und seine Familie mit dem Tod dafür bestrafen, dass er nicht die Aufgabe erfüllt hatte, die ihm gestellt worden war.  Malfoys Aufgabe hatte darin bestanden, Albus Dumbledore, den Direktor von Hogwarts und Einzigen, der, laut dem Dunklen Lord, ein Hindernis daran war, Harry Potter zu bekommen, zu töten. Außerdem wurde gemunkelt, dass Dumbledore der einzige gewesen sein sollte, dessen Macht der des Dunklen Lords ebenbürtig war. Doch das war jetzt nicht mehr so. Dumbledore war tot, doch nicht Malfoy hatte ihn umgebracht, sondern der Mann, der nun vor ihm lief. Obwohl Malfoy es geschafft hatte, Dumbledore eine Falle zu stellen und ihn unbewaffnet vor sich zu haben, hatte er es nicht über sich bringen können, ihn zu töten. Dumbledore hatte mit ihm geredet und gemeint, dass er, Malfoy, kein Mörder wäre und dass er auf die richtige Seite kommen sollte, dann wäre seine ganze Familie vor dem Dunklen Lord sicher gewesen. Malfoy war fast davor gewesen sich einverstanden zu erklären, doch dann kamen mehrere Todesser und Snape. Und Snape hatte, weil er es Malfoys Mutter versprochen hatte, Dumbledore für ihn umgebracht.

Nun waren sie beide auf dem Weg zum Dunklen Lord, um ihn mitzuteilen, dass nur ein paar Stunden vorher Dumbledore gestorben war.

Endlich endete der dunkle Gang und sie gelangten vor eine große hölzerne Tür, die mit einer großen grünen Schlange verziert war. Rechts und links standen Männer in schwarzen Umhängen, deren Gesichter mit schwarzen Masken bedeckt waren.

Nun richtete Snape das Wort an die Wächter: „Wir haben eine wichtige Nachricht für den Dunklen Lord.“ Ohne weiter nachzufragen, schwang der eine seinen Zauberstab und die Tür öffnete sich knarrend. Snape bedeutete Malfoy vor ihm hinein zu gehen. Mit zitternden Knien betrat er den schwach beleuchteten Raum. Als Snape neben ihn auch in den Raum trat, erkannte Malfoy, dass sie eine Art Eingangshalle betreten hatten. Es war ein rechteckiger, kahler Raum, der von schwarzen Kerzen beleuchtet wurde. Rechts und links führten einige geschlossene Türen wohl in andere Räume. Und ganz am Ende des Raumes, ihnen gegenüber, befand sich noch eine Tür, die auch von zwei Todessern bewacht wurden.

Snape geleitete Malfoy zu dieser Tür. Auch hier wurden sie ohne weitere Fragen eingelassen.

Und dann betraten sie den Raum, den der Dunkle Lord bewohnte. Es war dunkel und es dauerte einige Sekunden, bis Malfoy einige Umrisse erkennen konnte. Es brannte nur eine Kerze, in deren Licht Dinge zu sehen waren, die Malfoy die Haare zu berge stehen und sein Herz noch schneller schlagen ließ. Am Boden vor ihren Füßen wand sich eine schwarzgrüne Schlage, die mit der langen Zunge zischte und weiter hinten in dem Raum befand sich ein Sessel auf dem ein großer, dünner Mann saß, dessen Gesicht im Schatten lag. Nur seine Hände konnten sie sehen, die bleich und spinnenartig auf den Armlehnen lagen.

„Nun, Severus, mein schleimiger Freund“, erklang eine hohe, kalte Stimme aus dem Schatten, die Malfoy bis an die Wand zurückweichen ließ, „hat der Junge es geschafft, diesen alten Idioten zu töten?“

Einen Moment lang blickte Snape auf Malfoy hinunter als wollte er ihn auffordern zu antworten. Doch da Malfoy nur weiterhin stumm und bleich wie eine Leiche in die Dunkelheit starrte, die den Dunklen Lord verbarg, ging Snape vorwärts und ließ sich vor den Sessel auf die Knie fallen: „Nein, mein Lord. Er hat es nicht geschafft, ich musste Dumbledore töten…“

„Was?!“, durchschnitt er Snapes Rede.

Hastig redete Snape weiter: „Aber er hat gute Vorarbeit geleistet, mein Lord. Er hat Todesser ins Schloss gebracht und Dumbledore eine Falle gestellt, in der er völlig unbewaffnet hineingelangt ist.“

„Und warum hat er ihn dann nicht getötet?“

„Er ist noch zu jung dafür, mein Lord. Ein Kind. Kinder sehen Töten nicht als eine Notwendigkeit, sondern als eine Sünde an. Sie sind einfach noch zu unschuldig dafür.“

Geräuschvoll atmete der Dunkle Lord ein und sprach dann weiter in dieser gefühllosen Stimme: „Nun gut, aber er hat seine Aufgabe nicht erfüllt und wird die Konsequenzen, die ich ihm und seiner Familie auferlegt habe, tragen müssen.“ Malfoy stöhnte entsetzt auf. „Und was dich angeht, Severus“, wandte er sich an Snape, „du hast mir einen Dienst erwiesen, für den ich dir sehr dankbar bin. Dumbledore, dieser alte, dumme Narr, war der einzige Mensch, der mich davon abgehalten hat, Potter zu töten. Nun kann ich endlich mir die Welt untertan machen. Sag, was du dir von mir erbittest, ich werde dir jeden Wunsch erfüllen, mein getreuer Freund.“

Eine lange Stille, die nur durch Malfoys Schluchzen unterbrochen wurde, trat ein

Dann blickte Snape ganz kurz über die Schulter zu Malfoy, bevor er antwortete: „Mein Lord. Ich habe nur einen Wunsch: Bitte verschonen Sie Draco und seine Familie. Ich weiß, das wollen Sie nicht, “, redete er hastig weiter, denn der Dunkle Lord hatte schon den Mund geöffnet, um zu protestieren, „doch ich denke, dass sie uns noch von Nutzen sein können. Der junge Malfoy hier hat es ganz allein, ohne meine Hilfe geschafft, Dumbledore unbewaffnet einzukesseln. Ich finde, dass ist eine große Leistung und beweist, dass er das Potential besitzt, um ein großer Todesser zu werden, vielleicht sogar ein besserer als sein Vater. Und bedenken Sie, er ist sechs Jahre mit Harry Potter zur Schule gegangen. Er kann Ihnen wahrscheinlich mehr über Harry Potters Stärken und Schwächen erzählen, als ich, der ich doch nur sein Lehrer war, zu berichten vermag.“

Wieder trat Stille ein und an dem bleichen Gesicht des Dunklen Lords, das nun von der heruntergebrannten Kerze beleuchtet wurde, erkannte Snape, dass er ihn überredet hatte.

Dann hob der Dunkle Lord erneut die hohe, kalte Stimme: „Einverstanden. Doch diesen Wunsch erfülle ich dir nur, weil ich dir hundertprozentig vertraue und weil du mir einen sehr großen Wunsch erfüllt hast. Aber lass dir das eine Lehre sein, junger Mann“, richtete er das Wort nun das erste Mal an Draco Malfoy, „Dies ist das letzte Mal, dass du so einfach davon kommst. Scheiterst du das nächste Mal auch, werde ich dich töten.“

Mit tränennassem Gesicht nickte Malfoy, verbeugte sich tief und wollte schon zur Tür gehen, als die Stimme des Dunklen Lords ihn zurückrief.

„Ich glaube, ich muss dir doch noch etwas geben, damit du auch ja nicht in deiner Loyalität zu mir schwankst. Knie vor mir nieder.“

Snape richtete sich schnell auf und machte Platz, damit Malfoy sich vor dem Sessel niederkauern konnte. Voller Angst senkte Malfoy den Kopf und hielt die Augen geschlossen; voller dunkler Vorahnungen, was nun wohl passieren würde. Dann erklang die dünne Stimme erneut.

„Strecke deinen Arm aus, Malfoy.“

Keuchend hielt er ihm seinen Arm entgegen. Dann spürte er, wie der Dunkle Lord seinen Ärmel hochkrempelte und seinen Unterarm freimachte. Geschockt hob Malfoy den Kopf und starrte auf seinen Unterarm, der zitterte. Der Dunkle Lord packte fest seinen Arm, richtete seinen Zauberstab auf ihn und schrie: „Morsmorder!“ Ein unvorstellbarer Schmerz zuckte durch Malfoys Arm und er schrie. Er schrie lauter, als er es jemals in seinem Leben getan hatte.

 

 

 

 

 

 

 

 

24.6.08 15:08
 


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